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64. Report-Ausgabe
Fallbeispiel:
FC Eintracht Bamberg - Renovation Rasenspielfeld mit Maulwurfssperre
Der am Trainingsgelände in der Armeestraße angesiedelte Rasen-Trainingsplatz des FC Eintracht Bamberg wurde in den letzten Jahren im Zuge des Umzuges des Vereines von der einen Seite der Stadt auf die andere stark vernachlässigt. Folglich konnten sich Nagetiere wie Wühlmäuse und Maulwurf auf dem Rasen austoben und die Nutzbarkeit nahezu komplett verhindern.
In Zusammenarbeit mit der Stadtgärtnerei hat der Verein in den letzten Jahren mit geringem Erfolg versucht in Eigenregie den Rasen wieder bespielbar zu bekommen.
In jedem Herbst, wenn die Nutzung aufgrund des Spielplanes und des Wetters zurück ging, stieg die Aktivität der Nagetiere mit dem damit verbundenen Schadbild auf der Fläche an.
Die Folge war, dass der Platz die letzten 2-3 Jahre gar nicht mehr benutzt wurde.
Im Frühjahr 2025 bekam die INTERGREEN-Partnerfirma John den Auftrag über die Renovation des Rasenplatzes.
Vor Beginn der eigentlichen Arbeiten im Mai wurde in zwei zeitlich voneinander getrennten Überfahrten ein mit Duftstoffen ummantelter Rasendünger ausgebracht, um den Maulwurf und die Wühlmäuse aus dem Trainingsplatz zu vertreiben.
Ab Mai wurde dann zunächst mit einer Spezial-Fräse die Grasnarbe abgefräst und dabei sämtliche Unkräuter mit beseitigt. Danach wurden dann die Gräben für die neue, elektronisch gesteuerte Beregnungsanlage und den ringsum verlaufenden, vertikalen Maulwurf-Schutzvorhang aufgefräst.
Auf einer Nebenfläche wurde in diesem Zuge auch eine Betonzisterne für Beregnungsanlage gebaut und auf die Wasserversorgung angeschlossen.
Als nächster Schritt wurden gleich Leerrohre für eine zukünftige Flutlichtanlage sowie die Stromversorgung der Beregnungstechnik mit verlegt.
Nach Wiederverfüllung der ca. 400 m Kabel- und Wasserleitungsgräben wurde die vorhandene, von Hause aus schon relativ ordentliche Rasentragschicht mit Sand aufgebessert. Dieser wurde mit dem Boden vermengt. Danach wurde das lose Material mit dem Schleppbalken abgezogen und das Saatbeet vorbereitet.
Für eine bessere Startversorgung des Rasens wurden vor der Aussaat ein Algenkonzentrat als Bodenhilfsstoff sowie ein mineralischer Startdünger flächig ausgebracht.
Nach der Ansaat vollbrachte die neue Beregnungsanlage ihre Arbeit und die Saat war nach ca. 14 Tagen grün. Über die anschließenden 10 Wochen wurde Naturrasen mit weiteren Düngungen und Mähgängen aufgezüchtet, sodass der Rasenplatz nach ca. 12 Wochen zur Nutzung übergeben wurde.
Zum Ende Aufzuchtphase hin machten sich die unerwünschten Nagetiere in den Randflächen hier und da wieder bemerkbar, jedoch trauten sie sich nicht einen Fuß über die eingebaute Maulwurf-Sperre zu setzen. Für den Fall der Fälle wurde vom Verein aber noch etwas vom oben angesprochenen Rasendünger mit Duftstoffen zur Vergrämung eingelagert.